








Alle zwei Jahre, am jeweils ersten Wochenende im September, wird das Zentrum von St. Pauls für den Verkehr gesperrt. In den Gassen, Höfen und Kellern wird fleißig gehämmert, Herde und Theken installiert, unzählige Tische aufgestellt. Ganz Pauls ist dabei, eines der schönsten und beliebtesten Feste Südtirols vorzubereiten: das Paulsner Dorffest!
Am Samstag Nachmittag ist alles bereit. Der Ortsvorsteher schlägt das erste Weinfaß an. Bis Sonntag Abend steht St. Pauls nun im Zeichen der Musik, der Fröhlichkeit und der Geselligkeit.
Das Besondere am Paulsner Dorffest ist, daß die normalerweise nicht zugänglichen Innenhöfe und Keller der Privathäuser geöffnet werden. Jeder der Paulsner Vereine dekoriert und bewirtschaftet “seinen” Hof. Man kann daher einen Rundgang von der Feuerwehr, über den Freizeitclub, dem Kirchenchor, den Zimmervermietern, dem Alpenverein, der Musikkapelle St.Pauls bis zu dem FC St.Pauls unternehmen. Die hier nicht genannten Vereine mögen es mir verzeihen, aber mehr Stationen schafft man nicht an einem Abend. Jeder Hof hat sein eigenes kulinarisches und musikalisches Programm. Die verschiedensten tiroler und italienischen Spezialiäten werden angeboten. Der musikalische Bogen reicht von Volksmusik, über Country-Musik bis zu Hardrock und heißen Disco-Rythmen. Man sieht, für jeden ist Geschmack ist etwas dabei.
Während man am Samstag Nachmittag und frühen Abend noch bequem durch die Gassen und Höfe spazieren kann, wird es ab 21 Uhr immer schwieriger seinen Weg zu bahnen. Das Paulsner Dorffest ist in Südtirol wohlbekannt. Aus dem ganzen Land kommen nun die Fans nach St.Pauls. Selbst für einen Oktoberfest-Kenner ist es erstaunlich, wie eng es nun im Dorf wird. Daher ist es jetzt wichtig, sich für seinen Lieblingsverein und -Hof zu entscheiden, dort einen gemütlichen Platz zu suchen und in fröhlicher Runde bei Speiß und Trank den Abend zu verbringen.
Nach dem Gottesdienst am Sonntag Morgen geht´s mit dem Frühschop- pen weiter. Vielleicht bei Weißwurst und -bier vom Tennisclub oder doch lieber ein Glas Sekt bei der Bauernjugend. Mittagessen könnte man beim Pfarrgemeinderat oder den Zimmervermietern um anschließend den Kuchen bei den Bäuerinnen kosten.
Nach einer kurzen Rast kann man sich auf den Abend vorbereiten. Meist ist der Sonntag Abend der gemütlichere, da nicht so viele Besucher wie am Samstag sich durch die Gassen drängen.
Um Mitternacht werden die Tore geschlossen. Das Dorffest ist offiziell beendet. Doch in den Kellern geht es oft noch bis in den frühen Morgen weiter. Manch Paulsner soll an diesem Wochenende sein Bett nicht gesehen haben.
Das schönste Fest geht einmal zu Ende. Am Montag kehrt wieder der “Normalzustand” in St. Pauls ein. So schnell wie alles aufgebaut wurde, muß es nun wieder verschwinden. Jetzt beginnt das Warten auf den September im übernächsten Jahr. Nur die Fotos und die schönen Erinnerungen bleiben bis dahin als Andenken zurück.
Hier kommen Sie direkt zum Bericht und den schönsten Bildern des Dorffestes 2000, 2002, 2004, 2006 und 2008
Lokale Seiten
d i e Foto-Seiten vom Südtirol-Spezialisten
